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Jack Nicholson - Biografie und Filmografie


 
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Jack Nicholson - Biografie und Filmografie
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Jack Nicholson

Biographie

 

Mit weit über 100 Nominierungen für Filmpreise, von denen er knapp 50 gewonnen hat, ist Jack Nicholson (geb. 22. April 1937) der meist ausgezeichnete Schauspieler der Gegenwart. Er brachte es allein auf zwölf Oscar Nominierungen, von denen er drei gewann. Ähnlich spektakulär ist seine Bilanz bei den Golden Globes. Hier stehen bei Nicholson 18 Nominierungen und acht Gewinne zu Buche.

John Joseph Jack Nicholson wurde in New York geboren und wuchs in Neptune (New Jersey) auf.
Da seine Mutter bei seiner Geburt erst 17 Jahre alt war, entschloss sich die Familie zu einem Schwindel, um ihr die Schande eines unehelichen Kindes zu ersparen. Jack wurde als Kind seiner Großmutter ausgegeben und seine leibliche Mutter June trat als seine ältere Schwester auf. Nicholson selbst wurde von seiner Familie erst 1974 über die Wahrheit aufgeklärt. Seinen Vater hat er nie kennen gelernt.

Zusammen mit seinem Freund Danny De Vito fasste er schon als Kind den Entschluss Schauspieler zu werden und engagierte sich in der Theatergruppe in der Highschool.
Nach Abschluss der Schule zog er 1954 mit seiner Mutter nach Hollywood. Dort fand er einen Job als Bürobote in der Trickfilmabteilung von Metro Goldwyn Mayer. Obwohl er selbst Talent zum Zeichner hatte und von MGM einen Job als Cartoonist angeboten bekam, zog er es vor, an seiner Karriere als Schauspieler zu arbeiten. Er nahm Unterricht bei Schauspieler Jeff Corey (Butch Cassidy und Sundance Kid), der zu dieser Zeit Schwierigkeiten hatte Rollen zu bekommen, da er vom Komitee für unamerikanische Umtriebe auf die schwarze Liste verdächtiger Personen gesetzt worden war.
Corey unterrichtete zur selben Zeit u.a. James Coburn und Richard Chamberlain.

1958 lernte Nicholson B-Movie Produzent und Regisseur Roger Corman kennen, in dessen Teenager Drama Cry Baby Killer er noch im gleichen Jahr die Hauptrolle übernahm.
Nicholson gab einen Siebzehnjährigen Geiselnehmer.
In den folgenden Jahren war Nicholson in zahlreichen Corman Filmen auf der Leinwand zu sehen.
Unvergessen ist dabei seine Rolle als masochistischer Zahnarztpatient in Little Shop of Horrors.

Mitte der Sechziger war Nicholson zudem für Corman als Drehbuchautor und Regisseur tätig.
Er schrieb u.a. 1967 das Buch zu Der Trip, einem psychedelischen Drama, das Corman mit Peter Fonda und Dennis Hopper besetzte. Die Bekanntschaft mit den beiden sollte zwei Jahre später für Nicholsons Durchbruch sorgen.
Der eigentlich für Easy Rider, den einflussreichsten Roadmovie aller Zeiten, vorgesehene Rip Torn stieg nach einem Streit mit Hopper, bei dem es fast zu Handgreiflichkeiten gekommen wäre, aus dem Projekt aus. Hopper und Fonda, die bei dem Film für Drehbuch, Produktion und Regie selbst verantwortlich zeichneten, erinnerten sich an Nicholson und vergaben die freigewordene Rolle des George Hanson an ihn.
Für die Rolle des ständig betrunkenen Anwalts wurde Nicholson erstmals für einen Oscar nominiert.

1971 (Ein Mann sucht sich selbst), 1973 (Das letzte Kommando) und 1974 (Chinatown) folgten Schlag auf Schlag weitere Oscar Nominierungen, bevor Nicholson 1975 für Einer flog über das Kuckucksnest erstmals einen Academy Award mit nach Hause nehmen konnte.

Mitte der Siebziger war Nicholson aufgrund ausufernder Sex und Drogeneskapaden ständig in den Schlagzeilen der Boulevardpresse.
Mit seinen Freunden Warren Beatty, Dennis Hopper und Roman Polanski zog er von einer Party zur nächsten.
Zu dieser Zeit ließ auch sein Erfolg merklich nach.
Ab 1980 und Shining war jedoch wieder mit Nicholson zu rechnen.
Nach dem kontroversen Wenn der Postman zweimal klingelt brachte ihm seine Rolle in Reds 1982 seinen zweiten Oscar ein.
Kein anderer Schauspieler wurde häufiger für einen Oscar nominiert als Nicholson.
Die Nominierungen verteilten sich auf vier aufeinander folgende Jahrzehnte.
Solange im Fokus der Academy Awards Juroren zu bleiben gelang sonst nur Michael Caine, der seit den Sechzigern sechsmal nominiert wurde.
Unter den männlichen Oscar Gewinnern teilt sich Nicholson mit drei Trophäen den ersten Platz bei den männlichen Schauspielern mit Walter Brennan (bei vier Nominierungen).

So konstant Nicholsons Erfolg als Schauspieler ist, so wechselhaft war sein Beziehungsleben.
Von 1962 bis 1968 war er in seiner einzigen Ehe mit Sandra Knight verheiratet.
Er hat insgesamt fünf Kinder mit vier verschiedenen Frauen.
Seine längste Beziehung war mit Anjelica Huston von 1973 bis 1989.

Filmographie

  • 1958 - The Cry Baby Killer
  • 1960 - Die Sünde lockt (Too Soon To Love)
  • 1960 - The Wild Ride
  • 1960 - Kleiner Laden voller Schrecken (The Little Shop of Horrors)
  • 1962 - The Broken Land
  • 1963 - Der Rabe – Duell der Zauberer (The Raven)
  • 1963 - The Terror: Schloss des Schreckens
  • 1964 - Flight to Fury
  • 1964 - Ensign Pulver
  • 1964 - Back Door to Hell
  • 1965 - Ritt im Wirbelwind (Ride in the Whirlwind)
  • 1967 - Chicago-Massaker (The St. Valentine’s Day Massacre)
  • 1967 - Das Schießen (The Shooting)
  • 1967 - Hells Angels on Wheels
  • 1968 - Psych-Out
  • 1968 - Head
  • 1969 - Easy Rider
  • 1970 - Einst kommt der Tag (On a Clear Day You Can See Forever)
  • 1970 - Five Easy Pieces – Ein Mann sucht sich selbst
  • 1970 - The Rebel Rousers
  • 1971 - A Safe Place
  • 1971 - Carnal Knowledge
  • 1972 - Der König von Marvin Gardens (The King of Marvin Gardens)
  • 1973 - Das letzte Kommando (The Last Detail)
  • 1974 - Chinatown
  • 1975 - Beruf: Reporter (Professione: reporter, auch The Passenger)
  • 1975 - Tommy (Tommy by „The Who“)
  • 1975 - Mitgiftjäger (The Fortune)
  • 1975 - Einer flog über das Kuckucksnest
  • 1976 - Duell am Missouri
  • 1976 - Der letzte Tycoon
  • 1978 - Der Galgenstrick (Goin’ South)
  • 1990 - Die Spur führt zurück
  • 1990 - Genial Normal (Perfectly Normal), mit Robbie Coltrane, Kenneth Welsh
  • 1992 - Man Trouble
  • 1992 - Jimmy Hoffa
  • 1992 - Eine Frage der Ehre
  • 1994 - Wolf – Das Tier im Manne (Wolf)
  • 1995 - Crossing Guard: Es geschah auf offener Straße (The Crossing Guard)
  • 1996 - Jahre der Zärtlichkeit – Die Geschichte geht weiter (The Evening Star)
  • 1996 - Mars Attacks!
  • 1996 - Blood and Wine
  • 1997 - Besser geht's nicht

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