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Lucio Fulci - Biografie und Filmografie

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Lucio Fulci - Biografie und Filmografie
Lucio Fulci - Biografie und Filmografie

Lucio Fulci

Biographie

Lucio Fulci (geb. 17. Juni 1927 / gest. 13. März 1996) wurde vor allem durch seine Gore, Splatter und Zombiefilme bekannt.
Besonderer Beliebtheit erfreuen sich Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies und Ein Zombie hing am Glockenseil, die von Fans zusammen mit den Werken George A. Romeros, zu den absoluten Genrehighlights gezählt werden – und mit denen sich Fulci seinen Ruf als Godfather of Gore erwarb.

Über Fulcis Kindheit und Jugend ist nur wenig bekannt, außer, dass er in Rom geboren wurde.
Als junger Mann begann er zunächst Medizin zu studieren.
Nachdem er von seiner damaligen Freundin abserviert wurde, da er für ihren Geschmack nicht genug Geld hatte, entschloss er sich beim Film Karriere zu machen, da er sich davon Reichtum und Erfolg bei Frauen versprach.

Mit Hilfe von Bluffs und falschen Angaben gelang es ihm, in den Vierzigern als Student an der renommierten Filmschule Centro Sperimentale Centrale in Rom angenommen zu werden.
Nach seinem Abschluss 1948 dreht Dulci experimentale Dokumentarfilme.
Ab 1952 verdiente er seinen Lebensunterhalt als Drehbuchautor, meist für Komödien.

Seine ersten eigenen Filme waren Teenager-Rock’n’Roll-Komödien (I ragazzi del Juke-Box mit Adriano Celentano) und diverse Parodien auf James Bond Filme.
Später ergänzte er sein Portfolio um Spagetti-Western, oftmals mit Franco Nero als Held.
Erfolgreich waren dabei besonders DJANGO - Sein Gesangbuch war der Colt, seine beiden Wolfsblut-Streifen sowie Silbersattel (1978), ein später Höhepunkt des ausklingenden Italo-Western Booms.

Mit Nackt über Leichen, Lizard in A Womans Skin und Die Sieben Schwarzen Noten widmete sich Fulci der Giallo-Gattung.
Sowohl bei diesen Filmen, als auch bei den Western, zeigte sich Fulcis Vorliebe für düstere, nihilistische Stimmungen und eine explizite, sadistische Darstellung von Gewaltszenen.

Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies (1979), das in Europa ursprünglich als Fortsetzung zu George A. Romeros Zombie vermarktet wurde, trieb Fulci Nihilismus und Gewaltdarstellung auf die Spitze.
Zudem enthält der Film mit der Szene, bei der ein Untoter unter Wasser gegen einen weißen Hai kämpft , einen der Höhepunkte des Zombie-Genres.

In den Achtziger und Neunzigern musste Fulci im Rahmen des Niedergangs der Italienischen Filmbranche mit zunehmend kleineren Budgets auskommen, da zudem noch das Horrorgenre auch international an Bedeutung verlor.

Nach der expliziten Gewalt in seinen Filmen befragt, antwortete Fulci in einem Interview Gewalt ist italienische Kunst.
Zu seinem Landsmann und Konkurrenten Dario Argento hatte Fulci eher ein angespanntes Verhältnis.
So beklagte er sich einmal darüber, dass seine Filme genauso gut wie die Argentos seien, und er nur wegen geringerer Budgets hinter seinem erfolgreicheren Kollegen zurückstecken müsse.

Über Fulci kursierten Zeit seines Lebens zahlreiche Gerüchte.
So wurde wegen seiner Kritik an der Katholischen Kirche vermutet, dass er Marxist gewesen sei.
Weiterhin wird darüber spekuliert, ob er im zweiten Weltkrieg als Partisan gegen die Nazis gekämpft hat.
Auch über seien Tod am 13. März 1996 gibt es zahlreiche Theorien.
Offiziell verstarb er an Diabetes, nachdem er vergessen hatte Insulin zu nehmen.
Es gab aber auch Stimmen, die von Selbstmord sprachen.

Fulci war als Regisseur für ein Remake des 1933er Klassikers Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts vorgesehen, dessen Produktion 1997 stattfinden sollte.

Filmographie

  • 1959 - Jeder Dieb braucht ein Alibi (I ladri)
  • 1959 - I ragazzi del Juke-Box

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DVD-Film Lucio Fulci - Biografie und Filmografie
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