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Charles Bronson - Biografie und Filmografie

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Art.Nr.: 8022
Charles Bronson - Biografie und Filmografie
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Charles Bronson - Biografie und Filmografie

Charles Bronson

Biographie

Charles Bronson wurde am 3. November 1921 in Ehrenfeld geboren.
Er war der Archetyp des wortkargen, machohaften Actionhelden der Sechziger und Siebziger Jahre.
Durch seine Rollen als Mundharmonika in Spiel mir das Lied vom Tod und als knallharter Cop in Ein Mann sieht rot definierte er den Charakter des unorthodoxen Good Guys, der außerhalb des Gesetzes für Recht und Ordnung sorgt, maßgeblich.

Zu Bronsons Markenzeichen gehören neben seinem markanten, wettergegerbten Gesicht mit leicht asiatischen Zügen, ein minimalistischer Stil in Gestik und Mimik sowie eine ausgeprägte Wortkargheit.

Charles (bürgerlich Charles Dennis Buchinsky) war das elfte von insgesamt 15 Kindern einer bitterarmen, litauischen, russischsprachigen Bergarbeiterfamilie.
Nachdem sein Vater starb, als Charles zehn Jahre alt war, musste er neben der Schule zunächst als Bürobote und später auch im Schacht Geld verdienen, damit sich die Familie genug zu Essen leisten konnte.
In seiner Kindheit sprach Bronson kaum Englisch und da sich niemand darum kümmerte ob er es lernte oder nicht, brachte er sich die Sprache selbst bei.
Als einzigem seiner Geschwister gelang es Bronson einen Highschool Abschluss zu machen.
Nach der Schule arbeitete er zusammen mit seinen Brüdern, wie schon ihr Vater zuvor, als Kumpel unter Tage.
Diese Erfahrung sollte dazu führen, dass Bronson Zeit seines Lebens unter Platzangst litt.

Im Zweiten Weltkrieg versah Bronson seinen Dienst ab 1943 als Bordschütze auf einem Bomber.
Nach einer Verletzung erhielt er den Purple Heart Orden.
Nach Ende des Kriegs betätigte er sich zunächst als Boxer und Gelegenheitsarbeiter.
Über das GI Bill Programm bekam er die Möglichkeit umsonst zu studieren.
Bronson entschied sich für ein Kunststudium am Pasadena Playhouse in Kalifornien.
Einer seiner Lehrer war überzeugt von den Fähigkeiten seines Schülers und stellte ihn deshalb Regisseur Henry Hathaway vor, der Bronson für den Film You Are In The Navy Now engagierte.

Nach vielen Nebenrollen, für die er im Filmabspann meist keine Erwähnung fand, fiel Bronson 1953 mit der Rolle des Assistenten Igor des verrückten Wissenschaftlers Henry Jarrod (Vincent Price) im Horrorklassiker Das Kabinett des Professor Bondi erstmals einer breiteren Öffentlichkeit auf.
In den folgenden Jahren wurde Bronson zunehmend für actionlastige Rolle besetzt, für die er ausgezeichnete Presseresonanzen erhielt, z.b. Vera Cruz (sein letzter Auftritt unter seinem wirklichen Namen Buchinski), Target Zero und Hölle der tausend Martern.
Nach der Titelrolle in Roger Cormans Gangsterstreifen Machine-Gun Kelly (1958) bekam Bronson die Hauptrolle in der Fernsehserie Man with a Camera, von der bis 1960 insgesamt 29 Folgen produziert wurden.
In ihr gab Bronson den ehemaligen Kriegsfotografen Mike Kovac, der in New York als freiberuflicher Presse- und Polizeifotograf arbeitet.

In den Sechzigern nahm Bronsons kometenhafter Aufstieg zur Action-, Kriegsfilm- und Westernikone gewaltig an Schwung auf.
Angefangen mit John Sturges Die glorreichen Sieben (1960), Gesprengte Ketten (1963), Das Dreckige Dutzend (1967), Die Hölle von San Sebastian (1968) bis hin zu Sergio Leones Spiel mir das Lied vom Tod (1968) schrieb Bronson mit etlichen Genrehöhepunkten Filmgeschichte.
Besonders in Europa erfreute sich Bronson enormer Popularität.
Die meisten seiner Filme wurden in Deutschland uraufgeführt.
Eine seiner frühen Synchronstimmen stammte von Harald Juhnke.

Durch seine Mitwirkung in europäischen Filmen hatte sich Bronson aber auch eine beachtliche Fangemeinde in den USA erspielt.

Zudem hatte Der aus dem Regen kam einen Golden Globe für den besten ausländischen Film gewonnen.
So kehrte Bronson Anfang der Siebziger nach einigen Jahren in Europa in die Staaten zurück, wo er sich mit harten Western und Krimis den gleichen Starruhm wie in der alten Welt erwarb.
Dadurch stieg er mit Tagesgagen bis zu 100.000 Dollar zu einem der höchstbezahlten Hollywoodschauspieler auf.

Als Bronson Ende des Jahrzehnts langsam auf seinen Sechzigsten Geburtstag zuging, nahm sein Ruhm beim Mainstreampublikum merklich ab.
Für Fans knallharter Action blieb Bronson mit Rollen in zunehmend gewalttätiger werdenden Filmen eine Hausnummer.
Dabei profilierte er sich besonders als Rachengel in Streifen wie Ein Mann wie Dynamit und Der Liquidator.
Auch mit drei Fortsetzungen zu Ein Mann sieht rot lieferte Bronson noch großes Actionkino ab.

1991 überzeugte Bronson dann mit Siebzig Jahren in Sean Penns Regiedebüt The Indian Runner in einer differenzierten Rolle, die so gar nicht seinem Image entsprach.
Für Family of Cops III stand er 1999 das letzte Mal vor der Kamera.

Bronson war dreimal verheiratet, seine Partnerinnen waren allesamt Schauspielerinnen.
Aus der Ehe mit Harriet Tendler (1949 bis 1967) gingen zwei Kinder und aus der Verbindung mit Jill Ireland (1968 bis 1990) eine Tochter, hervor.
Von 1998 bis zu seinem Tod war er mit Kim Weeks vermählt.

Am 30. August 2003 verstarb Charles Bronson an einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Los Angeles.

Filmographie

  • 1951 - You're in the Navy Now
  • 1951 - Die Spur führt zum Hafen (The Mob)
  • 1951 - Der Mordprozeß O'Hara (The People Against O`Hara)
  • 1951 - Pat und Mike
  • 1952 - Die Feuerspringer von Montana (Red Skies of Montana)
  • 1952 - My Six Convicts
  • 1952 - Schlachtzone Pazifik (Battle Zone)
  • 1952 - Kurier nach Triest (Diplomatic Courier)
  • 1952 - Bloodhounds of Broadway
  • 1952 - Happy End … und was kommt dann? (The Marrying Kind)
  • 1952 - Teufelskerle des Ozeans (Torpedo Alley)
  • 1953 - Die Tränen des Clowns (The Clown)
  • 1953 - Eintritt verboten (Off Limits)
  • 1953 - Das Kabinett des Professor Bondi (House of Wax)
  • 1953 - Fegefeuer (Miss Sadie Thompson)
  • 1953 - Von der Polizei gehetzt ('Crime Wave)
  • 1953 - Tennessee Champ
  • 1954 - Massai – Der große Apache (Apache)
  • 1954 - Der einsame Adler (Drum Beat)
  • 1954 - Vera Cruz
  • 1954 - Dieser Mann weiß zuviel (Riding Shotgun)
  • 1955 - Blutgeld (Big House, USA)
  • 1955 - Sperrfeuer auf Quadrat 7 (Target Zero)
  • 1956 - Der Mann ohne Furcht (Jubal)
  • 1957 - Hölle der 1000 Martern (Run of the Arrow)
  • 1958 - Showdown At Boot Hill
  • 1958 - Revolver-Kelly (Machine Gun Kelly)
  • 1958 - Gang War
  • 1958 - Wenn die Hölle losbricht (When Hell Broke Loose)
  • 1958 - Ein Mann in den besten Jahren (Ten North Frederick)
  • 1959 - Wenn das Blut kocht (Never So Few)

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DVD-Film Charles Bronson - Biografie und Filmografie
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